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LBK Lichtbund
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Lichtbund-Senioren-Reise an den Bodensee ins Dreiländereck
 
Vom 19.08. bis 23.08.2017
 
Wie wir es von Trudbert und der Organisation durch Müller-Reisen nicht anders gewohnt sind, starten wir pünktlich im modernen Reisebus vom Bahnhof Durlach. Frohgesinnt geht es über die Autobahn nach Feldkirch zu unserem 4-Sterne Hotel. Hier nur einige Highlights unseres Urlaubs: Schifffahrt von Lindau nach Bregenz, Führung durch die "Bregenzer Festspiele", ganztägiger Ausflug mit dem Bus durch die Vorarlberger Alpen, ganztägiger Ausflug in die Schweiz, Führung in die "Appenzeller Schaukäserei", Stadtrundgang in St. Gallen, Führung in der "Juppenwerkstatt Riefenberg", Besuch der Insel Mainau. Dieser Urlaub wird sicherlich wieder ein unvergessenes Erlebnis.
 
Rückblick auf die LBK Senioren Reise in den Harz:
 
Die Mittagsrast halten wir an der Raststätte Göttingen, wo wir uns leckere Schinkenstückchen und belegte Brötchen einschließlich Wein schmecken lassen. Am frühen Nachmittag wird  Goslar erreicht, hier fahren wir zuerst zum Weltkulturerbe Rammelsberg, ein stillgelegtes Erzbergwerk, in dem wir eine 75-minütige Führung haben. Zu Fuß folgen wir dem Weg des Wassers durch den Roeder-Stollen. Das Wasser hat über 100 Jahre  lang die 4 Antriebsräder, die sogenannten Roeder-Räder (benannt nach dem Erbauer der Räder) in Bewegung gesetzt.  Erklärt werden unter anderem die „Hunten“, die das Erz transportierten und auch der „Harzer Roller“, der mit dem landestypischen Käse nichts zu tun hat, sondern sich auf die Kanarienvögel bezieht, die als lebenserhaltende Maßnahme mit in die Stollen genommen wurden, weil sie bei Luftengpässen als erste verstummten. 
 
Direkt an der Fußgängerzone beziehen wir dann unser Hotel mit Namen „Der Achtermann“. Vom Äußeren her ein schöner Altbau mit einem dicken Turm, im Inneren durch viele Anbauten jedoch ein Hotel der langen Gänge. Mit dem Nachtessen geht unser erster Tag zu Ende.
Vom Dienstag ist dann der einzige Lichtblick das Frühstück ! Wir starten im Regen zu unserer Besichtigung von Wernigerode (heute 34.360 Einwohner) Diese Stadt wurde 1121 erstmals erwähnt. Ein Graf von Hildesheim ließ sich auf dem heutigen Schlossberg seine Burg bauen, die allerdings ständig erweitert wurde. Wernigerode selbst nennt sich die „bunte Stadt im Harz“ und kann noch über 2000 Fachwerkhäuser, darunter ein „schiefes Haus“, das 1678 erbaut wurde, und das kleinste Haus mit nur 8 qm Wohnfläche aufweisen. Von der ehemaligen Stadtmauer mit 4 Wehrtürmen ist allerdings nur noch ein einziger, der Westerntorturm erhalten geblieben. Wir haben etwas Freizeit zum Bummeln und Schauen, ehe wir mit der Harzer Schmalspurbahn auf den Brocken fahren. Es regnet immer noch, der Brocken verhüllt sein Haupt, aber das tut er an 306 Tagen im Jahr, warum also sollten wir gerade Glück haben ? Oben dann: 9 Grad, Regen, natürlich keine Sicht, aber dafür kann man sich gut in die Sagen- und Hexenwelt hineinversetzen. Auf der Rückfahrt dann doch noch einige Momente mit etwas Weitsicht auf die Harzer Landschaft.  Um 19.00 Uhr sind wir dann wieder im Hotel.
 
 
Am Mittwochmorgen sieht es noch nicht sehr freundlich aus, aber die Optimisten verzichten auf die Mitnahme der Regenschirme. Am Anfang des Tages steht eine Führung durch Goslar an.  Mit zwei Reiseleitern fahren wir in unserem Bus durch die Stadt zum Rosentor Wir erfahren dabei, dass Goslar ca. 146.000 Kreiseinwohner hat, wobei auf die eigentliche Stadt heute etwa 50.000 Einwohner entfallen. Bis 1802 war Goslar freie Reichsstadt, die immer nur dem Kaiser unterstellt war und als Handels- und Garnisonstadt bedeutenden Reichtum anhäufen konnte. Aus der neueren Geschichte erfahren wir, dass 1950 hier mit Konrad Adenauer die CDU gegründet wurde. Wir beginnen unseren Rundgang am Breiten Tor, wechseln dann zum Inneren Tor, welches den Marktplatz abschottete und sehen dann den Weberturm an dem die Zollzahlstelle war. Das alles ist am Domplatz direkt vor der pompösen Kaiserpfalz zu besichtigen, die mit 350 m Länge schon sehr beachtliche Ausmaße hat und in der unter Heinrich II., dem III. und dem iV. glanzvolle Reichsversammlungen stattfanden. Desweiteren erfahren wir, dass Goslar bereits vor 1000 Jahren das Problem der Integration kannte. Es gab sog. Kettenstraßen, die die einzelnen Bevölkerungsgruppen wie Salier, Sachsen usw. in eigenen Vierteln auseinandergehalten haben. Nach der Besichtigung der Innenstadt mit ihren malerischen Fachwerkhäusern starten wir zu unserer geplanten Rundfahrt durch die schöne Harzer Landschaft. Erklärt wurde uns auch, dass sich drei Bundesländer, nämlich Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt den Oerharz mit seiner Viehwirtschaft und Weidekultur teilen. 
 
Wir fahren zum Innerste-Stausee, von welchem das Wasser in die Granetalsperre gepumpt und dort als Trinkwasser aufgearbeitet wird. Danach folgt Lautental, wo es ein Sondersiedlungsrecht für Bergarbeiter aus dem Erzgebirge gab (diese waren im Erzbergbau sehr gefragt als Fachleute), dann weiter nach Hahnenklee, einem Ortsteil von Goslar und bekanntem und mondänem Luftkurort. Hier gibt es einen Liebesbankweg, der als Rundwanderweg angelegt ist und alle besonderen Hochzeits-tage berücksichtigt. Der Weg endet mit dem 75. Hochzeitstag direkt vor der sehenswerten Stabkirche, die nach dem Vorbild nordischer Kirchen völlig aus Holz erbaut wurde. Weiterhin führt uns unsere Fahrt an vielen kleinen Teichen vorbei, die alle der Wasserversorgung dienen. In Clausthal-Zellerfeld sehen wir ein Wasserrad mit Feldgestänge. Diese Art Räder wurde zur Entwässerung von Bergwerksgruben eingesetzt. Berühmte Namen prägen ebenfalls diesen Ort: Robert Koch (Bakteriologe)und ein J. Albert (Erfinder des Drahtseiles) Es gibt hier eine Technische Universität und eine Bergbau-Akademie. Die bestens erhaltene Marktkirche ist aus Holz, 45 m lang und umfasst 3 Etagen.
 Nachdem wir am Kaiser-Wilhelm-Schacht noch einmal Wasserräder mit einem Durchmesser von 12 Metern sehen, wird die Fahrt  zum „Windbeutel-König“ am Okerstausee fortgesetzt. Hier gibt es wirklich gewaltige Windbeutel und keiner muss wie Udo Jürgens „aber bitte mit Sahne“ singen, denn diese gibt  es im  Überfluss. Über Osterode , einem beliebten Urlaubsort im Südharz mit einer mittelalterlichen Burgruine und der Sösetalsperre geht  es dann über St. Andreasberg nach Torfhaus, was 811 m hoch gelegen ist und uns eine wunderbare   Sicht auf den Brocken beschert. Über Bad Harzburg, dem bekannten Kurort mit Spielbank, Pferderennbahn und Golfplatz, fahren wir zum Hotel zurück.
 
 
Am Donnerstag wollen wir etwas zeitiger starten, ein langer Tag liegt vor uns. Unser Reiseleiter bittet um absolute Pünktlichkeit. Wir sind alle da, nur er nicht ! 30 Minuten Verspätung ohne Entschuldigung ! Dank seiner Verspätung  gibt es dann etwas Durcheinander bei der Führung in Quedlinburg, dem Unesco-Weltkulturerbe  mit 25.463 Einwohnern. Der eine Reiseleiter, ein selbsternannter Stiftshauptmann, hat nun nicht mehr so viel Zeit, macht aber seine Sache bestens, es gelingt ihm sogar, seinen nächsten Termin zu verschieben. Außer dem großen Dom auf dem Schlossberg , auf dem Königin Mathilde, die Enkelin von Heinrich I. als erste Äbtissin einen Damenstift einrichtete, lassen wir uns im Ort von sehenswerten Fachwerkbauten mit reicher Ornamentik, einem kleinen Kurs  in Ziegelkunde (wie es aussieht, wenn der Mönch auf der Nonne liegt) und dem wunderschönen Rathaus beeindrucken. Hier im Rathaus wird uns noch im großen Ratssaal  das frühere Verwaltungssystem erklärt und dann dürfen wir selbst noch erkunden, was wir mögen.
Danach fahren wir nach Thale zum Hexentanzplatz mit seinem ganzen Rummel. Der Hexentanzplatz ist ein altsächsischer Kultort, an dem in der Nacht zum 1. Mai zur Verehrung der sog. Hagedisen (Wald- und Berggöttinnen) Feste abgehalten wurden. Nach dem Verbot des Kultes durch die zugewanderten christlichen Franken erhielt er seinen heutigen Namen. Heute noch finden hier in der Walpurgisnacht zu Ehren der Frühlingsgöttin Freya  schaurig-schöne Feste statt. Wir schauen noch von einer Aussichtsplattform auf die gegenüberliegende durch das Tal der Bode getrennte Rosstrappe, von wo aus der Riese Bodo die Königstochter Brunhilde verfolgte. Durch das Bodetal über Freseburg und Blankenburg fahren wir dann zurück und haben Zeit uns auszuruhen bzw. die Sauna zu nutzen.
 
Der Clou kommt dann nach dem Nachtessen, welches wir diesmal in einem gesonderten Speisesaal einnehmen, da uns nach dem Essen noch der Besuch  einer Brockenhexe angekündigt ist.  Sie erscheint mit allen nötigen Utensilien, wie dem Hexenkessel, Zauberkorb, der toten Ratte Grimeldis und einer ebenso toten Fledermaus. Mit unseren männlichen Reiseteilnehmern treibt sie einen irren Spaß,  sie müssen auf dem Besen reiten und unser  Busfahrer, der Klaus, muss Fett lassen für die Hexensalbe.
Leider ist am Freitag schon unser letzter Tag, aber auf der Rückreise liegt noch der Abstecher zum Kyffhäuser vor uns, wo wir doch sehen wollen, ob Kaiser Barbarossa (Friedrich I. genannt Rotbart)noch in seinem Gemäuer sitzt, was sehr wahrscheinlich ist, denn Raben umfliegen immer noch den Turm.
 
 
Wir begeben uns danach auf den Heimweg, bei herrlichem Wetter machen wir an der Raststätte Wetterau noch einmal Rast, mit warmen Würstchen und dem restlichen Wein. Um  18.45 Uhr sind wir am Hauptbahnhof nach 1.480 gefahrenen km. Klaus hat uns wieder einmal zusammen mit Trudbert rundum versorgt und wir können nur vielmals  Dank sagen für die schönen Tage.
 Hiermit ist der sachliche Bericht zu Ende, auch wenn darauf verzichtet wird, näher auf die Geschichte einzugehen und zu hinterfragen, wer von den Kaisern und Königen mit wem wen gezeugt hat.  Das sind die Dinge, die sowieso wieder schnell vergessen werden.
 
                                                                           19.10.2014 Doris Schäffner
 

 


 



 
Unsere Reise in die Steiermark
vom 02.09.bis 06.09.2013
 
Reisebericht von Doris Schäffner
 
 
Vorausschau: schönes Wetter für die ganze Woche. Da war die Vorfreude entsprechend groß, die Lichtbündler waren alle pünktlich zum Abfahrtstermin erschienen, so dass wir mit unserem Müller-Bus starten konnten. Bis Bad Rappenau fuhr ein uns unbekannter Fahrer, der aber gleich bekannt gab, dass von da an „unser“ Klaus die Reise mit uns fortführen würde, was eine Freude für uns alle war. Wir fuhren über Nürnberg, Regensburg, Passau in Richtung Steiermark.
 
Auf der Fahrt hatten wir genügend Zeit, uns mit dem neuem Bus mit allem Komfort anzufreunden.  Erste Kaffeepause war an der Raststätte Kammersteiner Land, wo zum Kaffe Brezeln serviert wurden. Wieder im Bus wurden von Jürgen Büchlein verteilt, damit die Reise, begleitet von Jürgen mit seiner Gitarre, sangesfreudig weitergehen konnte.
 
Österreich heißt uns willkommen, wo wir am Rasthaus „Stuben“ unsere Mittagspause einlegten, wie nicht anders erwartet mit Wein, alkoholfreien Getränken und belegten Brötchen. Auf der Weiterfahrt hat und Klaus mit Videos von „Hannes und dem Bürgermeister“ verwöhnt.
 
Etwa 100 km vor unserem Ziel gab es noch einmal eine Kaffeepause, in einem Rasthof mit Namen „Landzeit“. (Österreich-Urlauber sollten sich das merken, an diesen Raststätten  kann man für vollkommen umme pieseln gehen.)
 
 
Nach 12 Stunden Fahrt kamen wir an unserem Hotel, dem Garten-Hotel „Ochensberger“ an. Wir waren überrascht von der Schönheit der Anlage, die zum Träumen und Ruhen einlud.
 
Beim Nachtessen wurden wir von der Besitzerin mit einem Getränk und launigen Worten begrüßt. Sie klärte uns über den größten Obst- und Gemüsegarten Österreichs auf.
 
Nach dem Essen wurde noch ein wenig das Hotel erkundet, ehe wir am nächsten Morgen zeitig zum Frühstück erscheinen mussten, denn es lag ein langer Tag vor uns. Unsere Reiseleiterin Burgi (Notburga) führte uns in die Geschichte der Steiermark ein, erklärte, dass der Name „Mark“ aus dem 14. Jahrhundert stammt, womit ein Grenzland bezeichnet wurde, welches die Herren von Steyr aus Oberösterreich ihr Eigen nannten.
 
Wir fuhren zur Riegersburg und mit einem Fahrstuhl zur Burganlage hinauf. Die heutigen Eigentümer sind die Fürsten von Liechtenstein, Verwandte der Liechtensteiner aus Vaduz. Leider war die Anlage für uns nur von außen zu besichtigen, für eine Führung blieb keine Zeit.
 
Weiter ging unsere Fahrt nach Fehring, zur Berghofer Ölmühle, wo uns alles über den Kürbis, seinen Anbau und die Ernte erklärt wurde. Vorher hatte uns Burgi schon erklärt, dass es seit etwa 200 Jahren eine Kürbissorte gibt, die eine Mutation durchgemacht hat, es gibt also Kürbisse, deren Kerne keine Schalen mehr aufweisen, was heißt, dass die Kerne nicht mehr wie früher „ausgebrezelt“ werden müssen.
 
Die Berghofer Mühle ist seit  6 Generationen in einer Hand und ist als Mühle der Herren von Trautmannsdorf im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt. Eine der Eigentümerinnen ( es sind 3 Schwestern) erläuterte mit viel Charme und Witz die heutige Verarbeitung, ehe wir zur Verkostung des wertvollen Kürbiskernöls und der gesalzenen und mit Schokolade  umhüllten Kürbiskerne antreten durften.
 
 
Noch am gleichen Tag ging es weiter über die südsteierische Weinstraße, die direkt an der slowenischen Grenze entlang führt, vorbei an mehreren Schlössern, durch die steierische Toscana, zu unserer Weinprobe beim Weingut Eory. Unterwegs wurde uns noch das Wahrzeichen der Gegend, eine stilisierte Windmühle, genannt „Klapotetz“, erklärt. Bei uns würde man dieses Teil einer Vogelscheuche zum Schutz der Trauben gleichsetzen.
 
Lustig fanden wir es, als uns erklärt wurde, die Busreihe hinter Klaus würde auf der slowenischen Seite der Straße fahren, die andere Seite befände sich immer noch in Österreich. Bei unserer Einkehr in der Weinschänke am Pössnitzberg in Leutschach wurden wir mit einer ausgiebigen Weinprobe und einer tollen Brettljause verwöhnt. Das Weingut selbst wird noch als Familienbetrieb mit Unterstützung einiger slowenischer Angestellter geführt.
 
Nach einem kurzen Abstecher in den Weinkeller, der bis ins Jahr 1540 zurückreicht  und mit dem wahrhaft guten Ausspruch des Hausherren „wer mit 100 jammert, kann nicht schon mit 90 gestorben sein“, ging es dann zurück ins Hotel, wo die saunagewohnten LBKler noch Zeit zur Entspannung fanden.  
 
Am nächsten Morgen erfolgte der Start etwas später, wir mussten erst um 10 Uhr in Graz sein. Es war warm aber bewölkt, im Laufe des Tages wurde es aber immer sonniger. Der Start in Graz gestaltete sich etwas schwierig: Wenn es heißt, die Seite hinter dem Fahrer ergibt eine Gruppe, die Seite hinter Trudbert die andere, dann weiß niemand mehr so recht, wo er sich einsortieren soll. Naja, es dauerte ein bisschen. Von Graz zu berichten über die Geschichte, die Jahreszahlen, Herrscher und italienischen Baumeister, würde zu weit führen.
 
 
Wir ließen uns verzaubern von den vielen schönen Innenhöfen, in denen man gern länger – auch mal abends – verweilen würde. Im Jesuiten-Kolleg, gegenüber dem Dom gelegen, waren wir von einem Brunnen überrascht. Ein Schneemann und eine Pfütze ! Grundtenor dieses Brunnens war eine Ausschreibung unter Studenten, die die Begriffe Vergänglichkeit und Dauer in Form eines Brunnens darstellen sollten. So steht nun wirklich ein Schneemann (allerdings aus dauerhaftem Material, nämlich weißem Marmor) vor einer Pfütze, in der sich von der gegenüberliegenden Seite der Turm mit Uhr spiegelt.
 
 
So steht der Schneemann für die Vergänglichkeit der Dinge und die sich spiegelnde Zeit für die Dauer. Wir fuhren dann noch mit dem gläsernen Fahrstuhl hinauf auf den Schlossberg, von dem uns ein schöner Rundblick über Graz gewährt wurde. Man kann nur sagen, dass Graz zu Recht zur Kulturhauptstadt der Unesco gehört.
 
 
 
Um 14 Uhr fuhren wir weiter nach Piber, dem Lipizzanergestüt. Wir lernten einiges über diese Pferderasse, ihre Aufzucht, Eigenarten und Begabungen. Von der Kinderstube mit dem Laufstall bis zur Pensionsbox ging unsere Führung, die im Kutschenmuseum ihr Ende fand.
 
 
Auf der Rückfahrt ins Hotel erwartete uns noch eine Überraschung: die Hundertwasser-Kirche in Bärnbach ! Im Außenbereich nimmt er Bezug auf die Weltreligionen, denen er jeweils ein Tor gewidmet hat. Im Inneren ist es schlicht und einfach, auch der Altar entspricht dem, was man sich unter Hundertwasser vorstellt.
Zur Entspannung dann erwartete uns ein Abend wie Samt und Seide, man konnte noch lange im Freien sitzen.
 
Zu später Stunde kam dann die Eigentümerin zu uns, und fragte nach, was für ein Verein wir denn eigentlich wären. Sie hätte im Internet recherchiert und nichts Erklärendes gefunden. Trudbert fing ganz gemäßigt zu erklären an, dass wir ein Familiensportverein mit vielen auszuübenden Sportarten wären, gleichzeitig einen Campingplatz hätten, eine Sauna, ein Schwimmbad usw.
 
Dann kam die entscheidende Frage, was das „Licht“ am Anfang zu bedeuten hätte. Trudbert erklärte ihr, dass „Licht“ für körperliche Freiheit, also FKK stünde. Nachdem Frau Ochensberger bei den ersten Aufzählungen immer mit dem Kopf genickt hatte, trat dann doch ein überraschter Ausdruck in ihrem Gesicht auf. Dann wollte sie mehr wissen und war ganz überrascht, als wir erklärten, dass es auch in Österreich diese Vereine und entsprechende Campingplätze gäbe.
 
Unser letzter Ausflugstag führte uns ins Apfelanbaugebiet der südlichen Steiermark. Auch hier war für uns wieder einiges Neues zu erfahren. Start war erst einmal eine Traktorfahrt durch die Apfelplantagen.Unser Traktorfahrer war immer noch stolz darauf, dass er einmal Gewinner bei „Wetten dass“ war im Erkennen von Traktortypen an ihren Geräuschen. Er war schon ein lustiger Vogel!
 
Wir lernten: 23 bis 24 Mio. kg Äpfel werden in dieser Gegend pro Jahr geerntet, die dann ca. ein Jahr lang lagerfähig sind. Verschiedene Sorten Apfelschnaps werden natürlich auch gebrannt, die wir dann im Apfel- und Obsthof  Wilhelm verkosten durften. Hier wurden wir auch über den berühmten Apfelschnaps „Abakus“, dem Nullmeridian des guten Geschmacks, aufgeklärt.
 
 
 
 
Es gibt 23 gewählte Apfelmänner, die jährlich entscheiden, aus welcher Sorte dieser besondere Schnaps gebrannt wird. Von diesem gibt es dann 1.444 Liter zu einem Preis von 104,00 € pro Flasche. Die Anzahl der Flaschen geht auf das Jahr 1444 zurück, das war das Gründungsjahr der Pfarre, in der der weltbeste Apfelschnaps gebrannt wird.
 
Wir fuhren weiter zum Haus des Apfels, wo uns eine weitere, gut bestückte Brettljause erwartete.. Ilona bestellte einen „Abakus“, wir machten einen Humpen daraus, d.h. mehrere Personen versuchten davon, aber wir sind Banausen: er riecht besser, als er schmeckt (er hat einen strengen Abgang). Ein Besuch im Apfelmuseum auf diesem Hof rundete das Bild ab.
 
Zeitig zurück im Hotel durften wir noch einmal Sauna und Schwimmbad ausgiebig genießen. Es wurde noch ein netter Abend mit Musik und Tanz. Also ein gelungener Abschluss einer sehr schönen Reise mit vielen Eindrücken und Erlebnissen durch die AKW-Region. Was nicht Atom-Kraftwerk-Region, sondern Apfel-Kürbis-Wein-Region heißen soll.
 
Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von einem schönen Hotel und  einer ebenso schönen  Landschaft. Frau Ochensberger kam noch zu uns in den Bus um uns mit sehr netten Worten zu verabschieden. Zur Mittagszeit gab es dann noch eine Überraschung:
 
Klaus, unser Busfahrer, servierte uns heiße Würstchen mit Brot und Gurke. Auch mit dem restlichen Wein, und noch von Trudbert zugekauftem im Weingut Eory, wurde noch einmal angestoßen. Klaus brachte uns dann gut nach Bad Rappenau zurück und verabschiedete sich hier von uns. Nachdem noch ein Gruppenbild gemacht wurde,  fuhren wir die restliche Strecke nach Karlsruhe zurück, wo wir dann nach insgesamt 2.020 gefahrenden Kilometern gut ankamen. 
 
Zum Schluss geht nicht nur ein großer Dank an Trudbert, der uns wieder wundervolle Tage bescherte, sondern auch an alle Teilnehmer, die in schöner Harmonie diese Reise zu einem Erlebnis werden ließen. Jürgen Kunzmann sei ebenfalls für seine humorvollen Vorträge, die uns immer wieder zum Lachen brachten, gedankt.
 
                                                                               Doris Schäffner
 
Hier noch ein Gedicht über den Apfel, welches uns im Obsthof Wilhelm überreicht wurde
 
Ein Lob dem Apfel
 
Eines sollst Du Dir gut merken:
wenn Du schwach bist, Äpfel stärken
Äpfel sind die beste Speise,
für zu Hause, für die Reise,
für die Alten, für die Kinder,
für den Sommer, für den Winter.
 
Für den Morgen, für den Abend,
Apfelessen ist stets labend.
Äpfel glätten Deine Stirn,
bringen Phosphor ins Gehirn.
Äpfel geben Kraft und Mut
Und erneuern Dir Dein Blut.
 
Darum Freund, lass Dir doch raten
esse frisch gekocht, gebraten,
täglich ihrer fünf bis zehn,
wirst nicht dick, doch jung und schön.
Und kriegst Nerven wie ein Strick,
Mensch, im Apfel liegt Dein Glück !